DiR – Dance in Residence Brandenburg

DiR ist ein Kooperationsprojekt von TanzWERKSTATT Cottbus und fabrik moves Potsdam und wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTRAT KULTUR, der Stadt Cottbus, der Stadt Potsdam, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Offizielle Pressemitteilung: PM Tanzprojekt ‚DiR – Dance in Residence‘

Aktuelles:

Vom 25.5.21 war 5.6.21 ist Alice van der Wielen aus Brüssel als DiR- Residenzkünstler zu Gast. Sie arbeitete an ihrem Projekt „Creatures at rest“, einer Arbeit zum Thema Langsamkeit. Drei Tänzer*innen bewegen sich auf einer langsam drehenden Plattfrom. A. v. d. Wielen arbeitete während ihrer Residenzzeit im Foyer des Landesmuseums für moderne Kunst / Dieselkraftwerk Cottbus.

Im April waren Jason Sabrou und Tommaso Tezzele als DiR- Residenzkünstler mit ihrem Videoprojekt „Conjunctio“ zum Thema „Lebens des Fürst Hermann von Pückler-Muskau“ zu Gast. Das Projekt wurde realisert in Zusammenarbeit mit dem Schloß Branitz. Das Video ist hier zu sehen.

Vom 5.-10.4.21 waren Steven Koglin und Lukas Schapp (beide aus Potsdam) in Cottbus als DiR- Residenzkünstler zu Gast! Die beiden Parkourkünstler arbeiteten in der Stadt an unterschiedlichen Orten. Hier ein Video zu Ihrer Residenz! und ein weiteres Video HIER!

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Vom 15.2.21 bis 21.2.2021 war unser erstes Künstlerteam in Cottbus zu Gast: SINT – Romy Schwarzer (freie Choreografin) und Marian Joel Küster (Sounddesigner) und Sandra Pohl (Lichtbildnerin)

Das Team arbeitet am Projekt SERBSKI TRANZIT, welches sich mit der sorbischen Mythologie, Bräuchen und der mannigfaltigen Naturlandschaft der Lausitz auseinandersetzt.

Die Entwicklung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die
Domowina Niederlausitz Projekt gGmbH und DiR – Dance in Residence Brandenburg.

„DiR – Dance in Residence Brandenburg“ wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTRAT KULTUR, der Stadt Cottbus, der Stadt Potsdam, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Räume II

Wie schon bei der Choreografie „Räume“ (2017) setzt sich „Räume II“ wieder mit dem Thema RAUM auseinander. Diesmal stellten wir uns die Frage: wie kann ein alltäglicher Raum durch Tanz und Bewegung in einen KUNSTRAUM verwandelt werden? Die Choreografie wird im 2.OG der Tanzwerkstatt aufgeführt von der Gruppe „Hüftgold“und wird live begleitet von Tobias Grünbaum am Vibraphon.

Tanz: Dörthe Gaudet, Kristina Kölzsch, Anke Kühne, Josefine Pritschkoleit, Susanne Riepe, Anne Scharnholz, Grit Scheppan

Choreografie: „Hüftgold“ und Gode Grunske

Musik: Tobias Grünbaum (live am Vibraphon)

Premiere: 30.1.2020, Tanzwerkstatt

nächste Vorstellung: 13.6.20, 17.15 Uhr, Tanzwerkstatt Cottbus

alle Fotos von Christiane Schleifenbaum:

Sara – sechs Stolpersteine

Sara – Sechs Stolpersteine: ein literarisches Tanzprojekt zum Thema „Stolpersteine in Cottbus“

Die Performance  „Sara“  entsprechend dem Beinamen, den jede jüdische Frau laut ihres Ahnenpasses nach ihrem eigenen Namen tragen musste, transportiert Gefühle wie Angst, Wut, Ohnmacht. Tanzstücke und Texte vermitteln eindrücklich das Menschsein unter gewalttätigen inhumanen politischen Verhältnissen. Es tanzen Jugendliche der Tanzwerkstatt Cottbus (Leitung Golde Grunske, Ioannis Avakoumidis) und es lesen Jugendliche der Literaturwerkstatt des Glad-House Cottbus (Leitung Ines Göbel).

Der Film zum Projekt wurde am 21.09.2017 im OBENKINO gezeigt. Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln des LAP – Lokaler Aktionsplan Cottbus und des Cottbusser Aufbruchs.

Zum Hintergrund:

83 Stolpersteine sind in Cottbus verlegt worden und erinnern an das Schicksal Cottbuser Juden unter dem Nazi Regime. Mit sechs Bruchstücken von Biografien, erschütternden Briefen und Zeugnissen beschäftigten sich junge Tänzerinnen und Autorinnen. Obwohl diese Zeit anfangs unvorstellbar für die Jugendlichen war, fühlten sie sich gedanklich und körperlich in die Geschichten ein, setzten sich auseinander mit Verachtung, Ausgrenzung, Entrechtung und schließlich Ghettoisierung und Vernichtung. Was durch Propaganda und demagogische Beeinflussung mit dem Denken und Handeln der Nichtjuden passierte, stellte sich ihnen als Frage im Anschluss. Warum war das möglich?  

Drei Stolpersteine in der Spremberger Straße 37 vor der Kartoffelkiste  erinnern an Marta, Berta und Lina Teichler, polnische Jüdinnen, die 1938 nach Polen abgeschoben wurden. Martha und Berta starben nach zahlreichen Entbehrungen im Warschauer Ghetto.

Hinter den drei Stolpersteinen auf dem Schlosskirchplatz 3 verbirgt sich die Geschichte von Moritz, Martha und Auguste Stenschewski. Tochter Auguste wurde 1940 „wegen plötzlich aufgetretener gemeingefährlicher Geisteskrankheit“ abgeholt und verstarb mit 25 Jahren in der Landespflegeanstalt Brandenburg a. H., einem Euthanasie-Mordzentrum. Die Eltern Martha und Moritz Stenschewski kamen 1942 in das Warschauer Ghetto und kehrten nicht zurück. (Quelle: Erika Pchalek „Stolpersteine“ Leben und Sterben Cottbuser Juden)

Fotos: Ulrich Hansen

Sara – Sechs Stolpersteine

Räume

„RÄUME“- eine Choreografie von „Hüftgold“

Wie haben sich bestimmte Räume in unseren Körpern festgeschrieben?

Wie bewege ich mich im Alltag durch bestimmte Räume? Verändert sich mein Verhalten, mein Denken und Bewußtsein, wenn ich mich in verschiedenen öffentlichen oder privaten Räumen bewege?

Diese Gedanken spiegeln sich auch in der Bühnensituation wieder: der Zuschauer erlebt das Stück aus verschiedenen Perspektiven und wird in seiner Beobachtung immer wieder  herausgefordert.

Premiere: 27.4.18, Piccolo-Theater Cottbus

Choreografie: Golde Grunske, Ioannis Avakoumidis, „Hüftgold“

Bühnenkonzept: Golde Grunske

Tanz: Tanzkompanie „Hüftgold“

Länge: ca. 70 min

Fotos: Christiane Schleifenbaum 

 

„RÄUME II“- eine Choreografie von „Hüftgold“

knüpft an „RÄUME“, s.o. an. Unser Ansatz bei diesem Stück ist: wie verändern bewegte, menschliche Körper alltägliche Räume? Welche bisher verborgenen Linien, Formen treten hervor? Kann sich durch Bewegung ein funktionaler Raum in einen „Kunstraum“ verwandeln?

Premiere: 30.1.2020, Tanzwerkstatt (Gang im 2. OG), Länge: 30 min

RÄUME II, Foto: C. Schleifenbaum